GesellschaftMeinungNachhaltigkeit

Grün, öko, unbeliebt – Warum Nachhaltigkeit auf so viel Ablehnung stößt

1.7k
Grün, öko, unbeliebt - Warum die Ablehnung so groß ist

Zu Beginn sei erwähnt: In diesem Beitrag soll es nicht primär um die Partei „Die Grünen“ gehen. Umwelt-, Arten- und Klimaschutz sind eigentlich die Basis zur Sicherung unserer Lebensgrundlagen und nicht nur politische Diskussionsthemen. Die Auseinandersetzung mit der Partei ist dennoch notwendig und sinnvoll, da die Reaktionen und Einstellungen ihrer Gegner viel über die dahinterliegenden Ursachen aussagen.

Ist die vehemente Ablehnung von Umwelt- und Klimaschutz wirklich so überraschend? Häufig werden in den Medien Gründe wie Unzufriedenheit, Verunsicherung oder wirtschaftliche Ängste genannt, die Menschen dazu bewegen, nach einem Sündenbock zu suchen. Diese Erklärungen stellen meiner Meinung nach aber nur die oberflächlichen Ursachen dar. Ich möchte hier einmal unter die Oberfläche blicken und etwas tiefer graben.

Alles ändert sich, nur der Wandel nicht

Die Konflikte der vergangenen Jahre erinnern mich oft an meine Jugend: Obwohl ich maximal nachhaltig aufgewachsen bin – kein Fliegen, Urlaub in Deutschland, Gemüse aus dem eigenen Garten, alles wurde selbst repariert, nur ein Auto usw. -, galten die Grünen schon damals als verpönt aufgrund ihrer Umwelt- und Energiepolitik sowie ihrer gesellschaftlichen Ansichten, die nicht mit den konservativen Werten übereinstimmten. Es herrschte ein antifeministisches Weltbild, und das Vorurteil, dass ‚Ausländer‘ Arbeitsplätze wegnehmen, war weit verbreitet.

Und wie sieht es heute, 30-40 Jahre später, aus? Die öffentliche Ablehnung gegenüber den Grünen ist auf einem noch nie dagewesenen Niveau. Besonders Männer lehnen die Genderneutralität in Form eines simplen Doppelpunkts ab, die Liebe zu Verbrennungsmotoren bleibt ungebrochen und der Ausstieg aus der Atomkraft wird beklagt. Verzicht stößt auf massive Ablehnung. Rassismus und damit einhergehende Vorurteile scheinen heutzutage weit verbreiteter und tolerierter zu sein als in den letzten Jahrzehnten.

Wir sind aggressiv uns selbst gegenüber und aggressiv der Natur gegenüber. Ich beschreibe es als Wutbürgertum, das immer mehr zunimmt. Es ist systematisch in den letzten Jahren zu beobachten, dass alle immerzu wütend sind. Die einen sind wütend, weil wir dauernd vom Klima reden. Die anderen sind wütend, weil wir nicht genug fürs Klima machen. Wütend sind sie beide.

– Soziologe Prof. Dr. Hartmut Rosa im Podcast Jung & Naiv #611

Trotz aller modernen technologischen Fortschritte und Innovationen bleiben also bestimmte gesellschaftliche und ökologische Probleme, Ansichten und Herausforderungen seit Jahrzehnten bestehen. Gibt es möglicherweise eine gemeinsame Ursache für diese unterschiedlichen Aspekte der Ablehnung von Fortschritt in diesen Bereichen?

Was hinter der Ablehnung steckt

All die oben beschriebenen Themen haben etwas mit unserer Gefühlswelt zu tun. Sie erfordern Mitgefühl, Sensibilität, Empathie und emotionale Intelligenz. Welche Gefühle und empathischen Handlungen bräuchte es beispielsweise, um die oben beschriebenen Problemfelder anzugehen?

  • Umweltschäden: Besorgnis, Verbundenheit mit der Natur, Mitdenken für kommende Generationen, Sorge um bedrohte Ökosysteme, Rücksichtnahme, Selbstreflexion
  • Klimakrise: Besorgnis, Verantwortungsbewusstsein, Angst um die Zukunft, Mitgefühl für von Naturkatastrophen betroffene Menschen, Selbstreflexion
  • Artensterben: Trauer, Empathie für bedrohte Tierarten, Wertschätzung der biologischen Vielfalt, Sorge um das Gleichgewicht der Natur
  • Rassismus: Offenheit, Respekt, Toleranz, Einfühlungsvermögen, Solidarität mit benachteiligten Menschen
  • Misogynie (Frauenfeindlichkeit): Respekt, Sensibilität für Geschlechter-Ungleichheit, Empathie für die Erfahrungen und Herausforderungen von Frauen, Förderung des eigenen Selbstwerts

Und für all diese Gefühle, die zu einem besseren Miteinander und einem Leben im Einklang mit der Natur führen würden, muss man sein Herz öffnen. Wie schwer das für viele Menschen ist und wie unfassbar stark die Muster sind, dagegen anzukämpfen, zeigen die Millionen Posts und Kommentare im Netz und in den sozialen Medien, in denen es um Abwertung, Hass, Beleidigung, Ablehnung und Verspottung geht. Je lauter man schreit, desto tauber wird man gegenüber den Stimmen der anderen. Und noch besser: es bedarf keiner Selbstreflexion.

Wir leben in einem Aggressionsverhältnis zur Welt, in der Art, wie wir mit der Natur umgehen. Wir holzen die Regenwälder ab, wir fischen die Ozeane leer, wir reißen die Erde buchstäblich auf, um ihr alles zu entnehmen, und dann vergiften wir sie auch noch. Wir haben inzwischen ein Aggressionsverhältnis in der sozialen Ebene bis hin, dass wir wieder Krieg führen. Und wir haben ein Aggressionsverhältnis zu uns selbst.

– Prof. Dr. Hartmut Rosa, Soziologe

Was würde passieren, wenn Menschen plötzlich all die oben beschriebenen Gefühle zulassen würden? Das gesamte Weltbild und das eigene Dasein würden sich vollständig verändern. Man würde sein eigenes Handeln, seinen Konsum, seinen Alltag und vielleicht sogar seine Partnerschaft überdenken. Anstatt im Außen Schuldige zu suchen, würde man seine eigene emotionale Stärke nutzen und nach guten Lösungen für alle streben. Was stattdessen passiert:

Der destruktive Mann

Stattdessen unterdrücken vor allem Männer ihre Gefühle und leben Aggressionen aus, passiv oder aktiv. Es sind häufige Folgen traditioneller Männlichkeitsbilder, die sich in destruktiven Verhaltensweisen im Alltag manifestieren. Es wird eine immense Energie aufgewendet, um Zwietracht zu säen, abzuwerten und unwahre Informationen zu verbreiten, z. B. in Diskussionen über Themen wie Klima, politische Entscheidungen oder soziale Fragen.

Hasskommentare von Männern
Reaktionen auf meinen Artikel in einer großen deutschen Tageszeitung 2021 über Nachhaltigkeit

Die destruktiven Verhaltensweisen zeigen sich in alltäglichen Handlungen. Sie tragen absolut nichts zu einem konstruktiven Miteinander oder einer sinnvollen Lösung bei, sondern fördern Pessimismus, Zwiespalt und Unzufriedenheit. Hier ein paar Beispiele:

Politische Blockaden: Parteien wie die CDU, die jahrelang Fortschritte bei der Windenergie blockiert und die Deutsche Bahn vernachlässigt haben, investieren viel Energie, um die Grünen zu diskreditieren. Ein Beispiel ist der neue Untersuchungsausschuss, der Entscheidungen von 2022 zum Atomausstieg erneut prüfen will. Diese destruktive und teure Maßnahme dient nur dazu, auf andere zu zeigen und alte Machtpositionen zu verteidigen.

Negative Online-Kommentare und Rezensionen: Viele Menschen geben Büchern eine Ein-Sterne-Rezension, einzig und allein aus dem Grund, weil in einem Buch gegendert wurde. Diese Bewertungen zielen nicht darauf ab, konstruktiv zu kritisieren, sondern sind ein armseliger Versuch, der Autorin oder dem Autor wirtschaftlich zu schaden. Nur, weil sie sich selbst nicht ändern wollen.

Mansplaining: Ein weiteres Beispiel destruktiven Verhaltens, bei dem Männer insbesondere Frauen herablassend oder belehrend Dinge erklären. Hier geht es so gut wie nie um einen respektvollen, informativen Austausch, sondern ER möchte sich als derjenige sehen, der die Wahrheit kennt. Diesem sehr nervigen Thema habe ich bereits einen eigenen Artikel gewidmet.

Opferhaltung: Für mich ist sie fast die schlimmste Auswirkung der Gefühlsnegierung, weil Jammern einfach wahnsinnig unattraktiv ist. Menschen, die sich hierzulande als „Opfer des Systems“ betrachten, suchen ständig nach Schuldigen, anstatt selbst Verantwortung zu übernehmen und konstruktiv zu handeln. Diese Art der Opferhaltung dient dazu, das eigene Ego von Schuldgefühlen oder der Notwendigkeit zu entlasten, selbst aktiv zu werden. Und diese negative Haltung wird in den sozialen Medien skurrilerweise mit Aufmerksamkeit belohnt. Prominente wie Trump oder die BILD-Zeitung nutzen diese Methode erfolgreich – und es werden immer mehr.

Jammern Deutschland - Reiseblog Bravebird

Natürlich betrifft das Label „destruktiver Mann“ nicht alle Männer und es gibt auch Frauen, die keinen Zugang zu ihrem Einfühlungsvermögen haben. Doch die oben beschriebenen Auswirkungen, die entstehen, wenn Männer ihre Gefühle nicht wahrnehmen oder ignorieren, sind hier besonders ausgeprägt, deutlich sichtbar und auffällig. Und sie richten viel Schaden in der Gesellschaft an.

Anti-Grünsein ist ein lukratives Business geworden

Wenn man die gesellschaftlichen Bewegungen beobachtet und hinterfragt, warum der wichtige Klima- und Umweltschutz an Relevanz verliert und die Negativität und das Dagegensein immer lauter werden, muss man sich die Verbreitung von Meinungen genauer anschauen. Da es bekanntlich kein grünes Wachstum gibt und zukunftsweisende Lösungen weder in Sicht sind noch ausreichend kommuniziert werden, sind diejenigen gefordert, die nichts von ihrem Kuchen abgeben möchten, kreative Wege zu finden, um ihre Interessen zu wahren.

Ein geeigneter Zeitpunkt, um mit Jammern und Abwertung Geld zu verdienen. Auf Plattformen wie Amazon, Ebay, Etsy, Spreadshirt, Spreadshop, Kleinanzeigen & Co. verkaufen reichweitenstarke TikToker, Instagrammer oder Querdenker antigrünes und rechtes Merchandise wie Aufkleber, Sweatshirts, Tassen, Kissen, Ohrringe, Schürzen und ja, auch Strampler für Babys. Diese Begriffe „FCK GRN“ und abwertenden Texte stellen Formen verbaler Gewalt dar, doch scheint das keine Rolle zu spielen, wenn es darum geht, den eigenen Lebensstil zu verteidigen.

Was bleibt, ist nur die Hoffnung

Wir verzichten bereits heute zwangsläufig auf so vieles, was uns die Natur bedingungslos zur Verfügung stellt: intakte Wälder, Artenvielfalt, saubere Luft, gesunde Böden, pestizid- und plastikfreie Nahrungsmittel, sauberes Trinkwasser, Ruhe und Stille sowie einen respektvollen Umgang mit unseren sogenannten Nutztieren. Wie man all das vollständig ausblenden und dann zusätzlich mit Aggression lautstark abdriften kann, ist mir trotz allen Verständnisses schleierhaft.

Diese Erde ist unsere Heimat. Wie absurd, dass das intelligenteste Wesen, das je gelebt hat, seinen eigenen Planeten vernichtet. Ich glaube, dass es bei uns zu einer Trennung zwischen Kopf und Herz, zwischen Verstand und liebevollem Mitgefühl gekommen ist.

– Jane Goodall, Primatenforscherin und Umweltschützerin

Unsere Gefühlswelt ist eins der wunderbarsten Werkzeuge, die unser Körper zu bieten hat. Als Hartmut Rosa kürzlich in einem Interview sagte, dass es wichtig sei, sich berühren zu lassen, fiel mir auf, dass genau das in Deutschland immer seltener vorkommt. Je mehr ich meine reiche Gefühlswelt nutze und gleichzeitig auf dieses Ausmaß an Abwertung von Naturerhaltung stoße, umso größer wird meine Irritation. Und da fällt mir ein weiteres Sprichwort ein „Man kann den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“

Vielleicht auch interessant:

(* Affiliate-Links)

Geschrieben von
Ute Kranz

Als Gründerin dieses Online-Magazins teile ich seit 2013 meine Begeisterung fürs Reisen und eine bewusste Lebensgestaltung. Seit einigen Jahren beschäftige ich mich zudem verstärkt mit gesellschaftlich relevanten Themen.

9 Kommentare

  • Was für ein spannender, anderer Blick! Darüber habe ich mir in dieser Form noch nie Gedanken gemacht und klingt fast zu einfach, aber irgendwie auch total logisch. Der Begriff der sozialen Kälte wird ja in den Medien schon häufiger bei CDU, FDP und AfD angewendet. Ich mache mir wie du große Sorgen um die Zukunft und ich habe mir insgeheim auch schon häufiger gedacht, dass Männer ihr Auto, ihre Schnitzel und ihren energie-intensiven und technik-affinen Lifestyle der Umwelt zuliebe nicht kampflos aufgeben werden. Und als ich deinen Text las, dachte ich, daran wird sich in naher Zukunft sicher nichts ändern :( Dabei könnte es doch so einfach sein… Vielen Dank für den tollen Beitrag und lG!

    • Hi Britta,
      du hast vollkommen recht, den Begriff habe ich inzwischen auch schon häufiger gehört. Ich teile deine Meinung, dass es eine Herausforderung sein wird, einen alternativen Lifestyle zu etablieren, der das (notwendige) Gefühl von Männlichkeit weiterhin repräsentiert. Also es bleibt auf jeden Fall spannend!
      Liebe Grüße und vielen Dank auch für deine interessante Meinung,
      Ute

  • Ute, ich habe den Artikel vor zwei Tagen gelesen und habe mich seitdem einfach mal darauf konzentriert, wie feinfühlig die Menschen in meinem Umfeld sind – und tatsächlich festgestellt, dass (auch wenn man das ja eigentlich nicht machen sollte) ich sie in Schubladen einsortieren kann. Total verrückt, das ist ein völlig anderes Bild, Menschen in seinem Umfeld zu betrachten. Vielen Dank für diesen Artikel und deine Arbeit, für mich sehr bereichernd! Liebe Grüße, Susanne

    • Hi Susanne,
      wie cool, dass du dich auf das Gedankenexperiment eingelassen hast! Ich übe mich darin schon seit ein paar Jahren und nutze die jeweilige Einschätzung für eine bessere Kommunikation, um auf den anderen besser eingehen zu können. Hört sich komisch an, ist aber tatsächlich sehr effektiv. Anders gesagt, mir geht es hierbei nicht um die Bewertung einer Person, sondern darum, dass ich mich an ein Gespräch anpassen kann, also z. B. bestimmte Themen meide, wenn jemand über wenig Feingefühl verfügt. In diesem Fall bleibt die Konversation oberflächlich und sachlich – und beide sind zufrieden :) Probier’s mal aus, das lohnt sich.
      Danke auch an dich für das schöne Kompliment, freut mich sehr!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Hallo Ute, interessanter Ansatz, muss man drüber nachdenken, ob das wirklich so einfach ist. Du hast ja schon für Zeitungen geschrieben und ich frage mich, ob es nicht interessant wäre, solche Gedanken oder Thesen mal einem breiteren Publikum zu präsentieren. Hast du schonmal darüber nachgedacht, das einer großen Zeitschrift anzubieten? LG

    • Hallo A.,
      das ist eine gute Frage… Mit diesem persönlichen Blog habe ich das große Privileg, mich genau so auszudrücken, wie es mir gefällt. Kollektive Kritik an Männern zum Beispiel wird erfahrungsgemäß ungern gesehen, da die Kritisierten meist auch zahlende Kunden oder Abonnenten sein könnten, mit denen man es sich nicht verscherzen möchte. Ich erinnere mich an ein Seminar, das ich über mehr Sicherheit für alleinreisende Frauen halten sollte, bei dem ich den Begriff „Mann“ im gesamten Vortrag nicht verwenden durfte, obwohl er eines der größten Probleme bei Alleinreisen darstellen kann.
      Neben weiteren Gründen, die dagegen sprechen, denke ich daher nicht, dass solche Themen für eines unserer Leitmedien in Frage kommen würden. Aber da einige Journalist:innen hier mitlesen, wie ich weiß, könnte es vielleicht eine kleine Anregung sein. Mit meiner Leserzahl bin ich zufrieden, daher passt das schon :) Trotzdem danke, dass du gefragt hast.
      Viele Grüße und schön, dass du dir die Zeit für den Artikel genommen hast,
      Ute

  • Hallo Ute,
    ohohoh! Da muss ich als weißer alter Mann ja mal was sagen…

    Ich würde gern die zutreffende Kernaussage Mann = Umweltsünder wegen falscher Männlichkeitsbetrachtung
    gerne auch erweitern. Ich denke, jeder Mensch ist bereit seine Grundsätze zu opfern oder mindestens zu dehnen,
    wenn es um die Dinge geht, die – aus ihrer/seiner Sicht — die eigene Stellung in der Gesellschaft verbessern,
    so funktioniert die Evolution.
    Wenn es beim Mann die Stärke und rücksichtslose Verfolgung von Zielen ist, die Ausdruck seiner falsch interpretierten
    Männlichkeit sind so ist dies bei der Frau die weibliche Konformität und soziale Stellung und Beliebtheit.
    Sinnlose Mitbringsel von Nanu Nana und viel zu viele gekaufte und nie getragene Kleidung zur Steigerung des optischen Wirkung mögen hier Beispiele sein, auf die viele fehlgeleitete Frauen auch nicht meinen verzichten zu können mit hohem Impakt auf die Umwelt.

    Generell gebe ich Dir aber recht, dass die männliche Waagschale schwerer wiegt :-)
    Gruß Rudi

    • Hallo Rudi,
      keine Frage- es sind selbstverständlich nicht nur Männer, die zum CO2-Verbrauch beitragen. Fast Fashion zum Beispiel, was allerdings wiederum häufig mit einem geringeren Einkommen zu tun hat. Mir persönlich geht es bei der Betrachtung eigentlich weniger um den Verbrauch als um das destruktive, teils aggressive Bewahren alter (fossiler) Strukturen, die keinen Raum für Neues lassen und Fortschritt behindern. Danke dir für eine Meinung und viele Grüße!
      Ute

  • Liebe Ute,
    seit langem mal wieder ein Kommentar von mir zu Deinem tollen Artikel. Puh, das alles auszusprechen, dazu gehört heute schon sehr viel Mut in Anbetracht unseres ganzen Miteinanders. Oder sollte ich besser sagen, Gegeneinander? Die Dinge liegen augenscheinlich offen und jeder kann diese sehen, wahrnehmen und etwas tun, worin aber mittlerweile meiner Meinung nach, auch das Problem liegt. Ich muß halt selbst etwas machen, bekomme nichts angedient oder hinter mir wird hergeräumt bzw. aufgeräumt. Selbst etwas tun ist anstrengend, und viele haben es einfach verlernt, dass ohne Einsatz auch kein Ertrag entsteht. Es ist viel bequemer laut auszurufen oder besser noch zu schreien, um andere zu diskreditieren und von seinem eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken. Das nächste ist: Gibt es heute noch Vorbilder? Also Menschen, die wirklich etwas zu sagen haben, ihre Meinung vertreten und ihr Credo vor allem mit Leben füllen? Sicherlich ist keiner von uns darin perfekt, aber ein Versuch ist es doch alle mal wert, oder? Wenn ich nicht schon so viele „graue Haare“ hätte, würden mr diese wie Pilze aus dem Schädel schiessen bei den ganzen unsinnigen Antworten, die wir uns jeden Tag anhören (müssen).
    Und was mich am Meisten ankotzt, sorry, aber das kann ich nicht freundlicher ausdrücken, dass wirklich viele schwachsinnigen Dinge von Männrn kommen, die in all den Jahren, Jahrzehnten oder aus der Geschichte in Jahrhunderten aber auch so gar nichts gelernt haben. Hier zählen so viele schwachsinnige Dinge dazu, die einen Mann angeblich ausmachen, dass ich schallend lachen müsste, wenn es nicht so traurig wäre. Also, von daher hast Du meine volle Sympathie, was dieses Thema betrifft, und ich kann mich für so ein Verhalten nur entschuldigen. Es sind nicht alle so, und die nicht so sind, verzweifeln auch genau an solchen Geschöpfen.
    Und auch politisch spiegelt sich das natürlich wieder, keiner der Parteien ist bereit, unbequeme Dinge anzupacken, das geht aber schon Jahrzehnte so, denn das ist unbeliebt und kostet zu viele Kreuze auf dem Stimmzettel, öffnet aber dafür genau andere Parteien Türen, die in unserem Interesse nicht beschritten werden sollten. Mich hat jeder im Umfeld ausgelacht, als ich meine Prognosen der Landtagswahlen in Sachsen, Thürigen und Brandenburg diskutiert habe, wie gerne hätte ich Unrecht gehabt. Was aber viel schlimmer ist, es waren ausschließlich Männer, die meine Aussagen lächerlich gemacht haben oder mir sogar geistige Aktivität absprachen, und es waren die Gleichen, die danach meinten, sie hätten es ja schon immer gewusst. Du siehst, Du bist nicht allein. Ich kann nur hoffen, dass wir noch rechtzeitig die Kurve kriegen, aber dafür müsste sich einiges sehr stark ändern.
    In diesem Sinne, bleib kritisch und wachsam und bitte, schaue weiter hinter die Kulissen, es gibt viel zu wenig Menschen, die das tun!
    Dankeschön und liebe Grüße Joachim

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

cropped-cropped-insta-profilfoto.jpeg

Ute Kranz

Willkommen! Ich bin die Gründerin dieses Online-Magazins und leidenschaftliche Autorin. Hier findest du Inspiration für bewusstes Reisen, modernes Leben und gesellschaftliche Themen.

Neueste Artikel

Ähnliche Artikel

Warum Onine-Kurse für die Zielgruppe Frau so gut funktionieren
Foto © Ava Sol / Unsplash

Warum Frauen nie zufrieden sein dürfen – und was Online-Kurse damit zu tun haben

Vor einigen Tagen ist es wieder passiert. Ich sehe eine Dokumentation im...

Wie moderne Spiritualität und Esoterik Frauen klein halten
Foto © microgen / Getty Images

Wie moderne Spiritualität und Esoterik Frauen klein halten

Kennst du das? Eigentlich ist in deinem Leben alles in Ordnung. Vielleicht gibt...

Feinstaub durch Verkehr, Industrie
Foto © Kunj Parekh / Unsplash

Feinstaub – Wie unsichtbare Partikel unser Leben beeinflussen

Feinstaub umgibt uns fast überall – und doch wird kaum darüber gesprochen....

Naturkosmetik wirklich so gut - Tipps
Foto © tihomirlphotography / pixabay

Wie du gute Naturkosmetik erkennst – und Fehlkäufe vermeidest

Kosmetik ist heute ein Milliardenmarkt mit unzähligen Produkten und besonders Frauen investieren...